Projekt Mora Krankenhaus: Sechs Aufzüge als Gruppe
Quelle: CAN Newsletter, Roger Wickmann, Hisselelektronik
Eine Modernisierung der zwei Passagieraufzüge und vier Betten-/Transportaufzüge im Hauptgebäude des Mora Krankenhauses war notwendig, um die Zugänglichkeit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz zu verbessern. Die Modernisierung beinhaltete neue getriebelose Maschinen, inklusive Steuerung, Schaltschrank und Sensoren, neue automatische Aufzugtüren und Schachttüren, Tableaus, etc. Alle Aufzüge bedienen neun Stockwerke mit einer einfachen automatischen Tür. Das System ist mit einem dreistufigen Blue Modus ausgestattet: Abschalten/Licht dimmen, Stockwerkanzeige abschalten und Energiesparmodus für den Frequenzumrichter. Die Aufzüge sind auch mit Rückspeiseeinrichtungen ausgestattet und einer Echtzeit-Energiemessung mit einer Klartextausgabe im Display.
I/O per CANopen-Lift
Externe Rufe und Prioritätsrufe sind frei programmierbar und werden direkt über die Eingänge und Ausgänge am Stockwerksdisplay FD4-CAN angeschlossen. Es werden die folgenden Modi unterstützt:
- "Aufwärtsrufe",
- "Abwärtsrufe",
- "Prioritätsruf 1: Notfalltransport", und
- "Prioritätsruf 2: Bettentransport".
Die Aufzugsrufe und das Öffnen und Schließen der automatischen Tür wird via I/O-8 Karten durchgeführt; jede Karte hat acht kombinierte Eingänge und Ausgänge. Diese Ein- /Ausgänge sind für jede Funktionen frei programmierbar, entweder direkt über das Display der Steuerung oder mit dem Programm CANwizard.
Wartungsmodus
Bei Aufzügen in größeren Gruppen könnte es schwierig sein, genau den Aufzug zu erwischen, der gewartet werden muss. Um dieses Problem zu lösen, wurde jeder Lift mit einer besonderen Eingangsfunktion ausgestattet. Diese setzt den Aufzug in den so genannten "Wartungsmodus". Ist dieser Eingang aktiv, verlässt der Aufzug das Gruppensystem, bedient alle aktiven Rufe und bewegt sich dann zum Wartungsstockwerk (programmierbar). Der Aufzug öffnet und schließt die Türen und fährt anschließend 2400 mm nach unten (programmierbar). Der Aufzug befindet sich nun im Wartungsmodus.
EN 81-A3
UCM (unintended car movement) - nach EN 81-A3 - zur Erkennung unbeabsichtigter Bewegungen des Aufzugs mit offenen Türen wurde zertifiziert und zugelassen durch den TÜV. Die implementierten Testfunktionen ermöglichen den Prüfern sehr einfach, die nötigen Tests für die Überprüfung durchzuführen. Der LX-Schaltschrank unterstützt immer die EN 81-A3. Im den Kabinen- und Etagentableaus befinden sich Transponder-Kartenleser, deren Signale direkt an eine CAP-01 Karte angeschlossen, die über acht kombinierte Ein- Ausgänge verfügt.
Monitoring
Ein PC mit WinMOS300 für das Monitoring der Aufzüge befindet sich im Triebwerksraum. Dieser erlaubt es dem Bedienpersonal die einfache Überwachung der Anlagen. Der PC verfügt ebenfalls über ein 4G-Modem zur Fernüberwachung. Die Software ist im Basispaket in der Lage, bis zu 100 Aufzüge zu überwachen, mit vollem Zugang zu Fehlerspeichern, Meldungen, Last, Position, Energieverbrauch; im Grunde alles, was für die Diagnose, Programmierung, Statistik und Analyse der Betriebsbedingungen nötig ist.
Anzahl der benötigten Kabel
Im Schleppkabel:
- 12 x 230 V
- 2 x 24 V
- 2 x CANopen-Bus
- 4 x Notruftelefon
Im Schacht:
- 2 x Gegengewicht
- 2 x Nothalt
- 2 x Türkontakte
- 4 x Notruftelefon
- 2 x 24 V
- 2 x CANopen-Bus