Was sind virtuelle Geräte?

Aus CANopen-Lift
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Prinzip der virtuellen Geräte

Virtuelle Geräte sind abstrakte Softwareobjekte, die ein reelles Gerät repräsentieren (z. B. einen Absolutwertgeber oder ein Türsteuergerät). Das Konzept der virtuellen Geräte wird verwendet, um verschiedene Gerätetypen der gleichen Geräteklasse auf ein gemeinsames Interface abzubilden.

In Applikationsprofilen gibt es in der Regel keine Master/Slave-Kommunikation bezüglich der Prozessdatenobjekte. Im CANopen-Applikationsprofil für Aufzugsteuerungen CiA-417 sind beispielsweise direkt PDO-Verbindungen zwischen der Lifttür und der Türsteuerung definiert. Bei Applikationsprofilen sind meistens nur virtuelle Geräte spezifiziert, das heißt, der Gerätehersteller entscheidet, welche virtuellen Geräte er in einem physikalischen Gerät implementiert.

Dies gestattet den Aufbau von sehr unterschiedlichen Systemen, deren Topologie nicht vom Applikationsprofil determiniert ist, da man sehr einfach Bridges und Gateways entwickeln kann. So kann der Aufzugshersteller zum Beispiel getrennte CANopen-Netzwerke für die Kabinensteuerung und für die Bedientableaus im Schacht benutzen.